Pilgern heute


 

Menschen pilgern seit 1.500 Jahren. Anders jedoch als die Pilger im Mittelalter, die aus Gründen der Buße pilgerten oder sogar pilgern ließen, geht es Menschen im 21. Jahrhundert um andere Ziele, wenn sie sich auf ausgewiesene Pilgerwege in der Ferne oder vor der eigenen Haustür begeben.

Die Aussagen darüber sind so unterschiedlich wie die Pilger und Pilgerinnen selbst: „Das Unterwegssein in der Natur mit Gott zu verbinden, ist der richtige Weg für mich“. „Mein Leben entschleunigen, einen Schritt vor den nächsten setzen und nicht fünferlei Dinge gleichzeitig tun, das liebe ich beim Pilgern!“ „Sind Sie schon einmal schweigend durch den Wald gegangen? Das ist etwas ganz besonderes, so leise und schön...“

Pilger machen oft die Erfahrung, dass beim Gehen etwas in Bewegung kommt. Beim Entdecken der historischen und spirituellen Orte können Menschen ihre eigene Biografie vorübergehend loslassen und abschalten. In der Stille und im Gebet ist möglicherweise endlich einmal Zeit zum Innehalten, Nachdenken und Nachfühlen. Wichtige Fragen finden ihren Raum.

 

 

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